Mit 7 Dachzeltnomaden beschlossen wir ins Hochwassergebiet zu fahren und dort für 7 Tage zu helfen. Im Gepäck, Spenden vom Dachzeltnomaden Popup Goldenstedt.
An diesem Tag bekamen wir einen ersten Eindruck der Zerstörungskraft der Flut, welche in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 durchs Tal rollte. Gemeinsam mit Emily Miller und vielen Helfern haben wir in Bad Münstereifel an der Schule geholfen.
Dank Emily haben wir am zweiten Tag Rupperath entdeckt und konnten hier unser Camp aufbauen. Von hier aus ging es dann direkt runter nach Insul zum Helfen.
Nach den ersten Tagen wurde uns bewusst, wir werden hier noch dringend benötigt und können nach 7 Tagen nicht einfach wieder fahren. Es braucht vor allem viele Helfer! An nur einem Tag haben wir die Grundstrukturen niedergeschrieben, auf denen noch heute unsere Hilfsorganisation basiert.
Nach einem Aufruf auf Instagram kamen die ersten Helfenden bereits über Nacht. Mit kleiner Ausstattung und Privatautos ging es zu Max und seiner Familie nach Altenburg. Der Putz musste von den Wänden. Dies war unsere Aufgabe für die nächsten Tage und sollte es noch lange bleiben.
Dank Steven, den wir von Vanlife treffen kannten und der selber auch betroffen war, haben wir die erste große Werkzeugspende bekommen. In den darauf folgenden Tagen wurde Anhänger für Anhänger, weiteres Material und Werkzeug angeliefert.
Auf der Suche nach neuen Baustellen hatte Dennis 2 Tage zuvor Gert und Silvia getroffen, die Beiden wohnen in der Mittelstraße und so wie 90 % der Häuser von Altenburg, waren auch sie betroffen. Ganz schnell wurde klar, hier ist mehr zu tun. So kam ein riesiges Team von 78 Personen mit Werkzeug angerückt.
3 Baustellen gleichzeitig managte Thilo mit über 50 Helfern in der Mittelstraße. Während dessen ergaben sich immer mehr neue Baustellen im ganzen Ort, nachdem Dennis von Haustür zur Haustür gelaufen war.
Zusammen mit Emily und ihrer Truppe sind wir ins Tal gefahren und haben mit bis zu 180 Helfern am Tag geholfen!
Im Mehrfamilienhaus von Harry haben wir mit einer riesigen Gruppe ein ganzes Gebäude innerhalb von wenigen Tagen gerockt.
Wir bekommen mittlerweile auch Anfragen zum Helfen über Altenburg hinaus.
So wie wir helfen viele Gruppen in der ganzen Region, was wir an Material zu viel haben, teilen wir gerne mit anderen.
Auch hier ist noch einiges zu tun. Es ist unfassbar, wie es in so vielen Orten noch aussieht.
Angela Merkel hat ein paar Orte im Flutgebiet besucht. Wir konnten ihr ein paar Fragen stellen.
Wir helfen Ingo, dem Hausmeister der Schule in Altenburg, beim Entkernen des Schulgebäudes.
Nicht nur Häuser sind in der Flutnacht weggeschwommen. Auch Autos und alles, was im Weg stand. Damit ein paar der Betroffenen wieder mobil werden konnten, haben wir Fahrzeuge von privaten Spendern vermittelt.
Unsere erste Gummistiefelaktion: Als kleine Aufmunterung verteilen wir mit Blumen bepflanzte Gummistiefel an die Betroffenen.
Wir sind mittlerweile 50 Tage am Stück im Einsatz und bedanken uns mit einem kleinen Fest bei allen, die uns unterstützen.
Der 27. September 2021 ist ein besonderer Tag für uns. Hier haben wir offiziell die Dachzeltnomaden Hilfsorganisation gGmbH gegründet, um weiter effektiv und vor allem langfristig helfen zu können.
Wir werden an mehreren Orten mit Bannern und Schokolade überrascht. Hier entsteht der Begriff: Ahrvengers.
Mittlerweile sind die freiwilligen Helfer fast 3 Monate vor Ort. Altenburg bedankt sich mit einem großen Helferfest. Auch wir waren dabei!
Das Wetter ändert sich und wir fangen an große Fahrwegplatten zu verlegen, damit wir uns auf der Wiese nicht festfahren.
Wir sind tatsächlich schon so lange vor Ort, um zu helfen. Deswegen haben wir eine große Feier zum 100. Tag für Helfer, Betroffene und die Anwohner Rupperaths veranstaltet.
Um trotz der traurigen Umstände ein bisschen Weihnachtsstimmung zu verbreiten, verteilen wir Schokonikoläuse in Altenburg
Wir müssen die Wiese in Rupperath verlassen und beginnen auf dem alten Sportplatz ein neues Camp zu errichten.
Zum ersten Mal seit Juli legen wir eine gemeinsame Pause ein und genießen entspannt die Weihnachtstage.
Am 27. Dezember ist es so weit: Wir verbringen die erste Nacht in unserem neuen Camp 2.0.
Um wirklich alle Betroffenen zu erreichen, verteilen wir 5000 Flyer in verschiedenen Orten.
Seit unglaublichen 200 Tagen rocken wir mittlerweile in den betroffenen Orten.
Wir laden zum Tag der offenen Tür ein und geben eine Pressekonferenz. An diesem Tag wird offiziell unser Camp 2.0 eingeweiht.
Ein Jahr ist seit der Flutkatastrophe vergangen. Wir sind weiterhin vor Ort und unterstützen die Betroffenen so lange unsere Hilfe benötigt wird.
Wir schließen unser Camp für 12 Tage, um an Zukunftsprojekten zu arbeiten.
Durch Eure Spenden aus der ZusammenGeld Challenge, konnten wir den ersten Wunsch erfüllen!
Gisela Müller hat durch die Flut vieles verloren.
Das Wasser stand bis in den 1. Stock und hat vieles zerstört, was ihr wichtig war. Ein Teil davon war ihre Spielesammlung.
Wir hatten die Möglichkeit ihr zu helfen und konnten durch Euch ein Lächeln in ihr Gesicht zaubern!
Wir haben angefangen, unser Werkzeug und Fahrzeuge kostenlos an Betroffene der Flutkatastrophe zu verleihen.
Die Volksbank RheinAhrEifel hat einen Sonderpreis für die Ahr-Projekte der Hochwasserkatastrophe ausgelobt und 11 Initiativen im Rahmen ihrer diesjährigen Preisverleihung „Zukunftspreis Heimat“ für Ihre Leistung im Flutgebiet geehrt!
Und wir waren dabei!
Wir haben die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen bekommen!
Als Zeichen der Anerkennung und Würdigung besonderer ehrenamtlicher Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen hat uns die Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute an Tag 475 unseres Hochwasserhilfe-Einsatzes mit diesem kleinen Schmuckstück ausgezeichnet.
Eine Spenden-Aktion, um während der Weihnachtszeit aufmerksam zu machen auf das Flutgebiet und deren Betroffenen.
Worum es genau in dieser Spenden-Aktion ging, erfährst du über diesen Button.
Wir haben endlich ein neues Gelände für Camp 3.0 gefunden. Es befindet sich in Wiesbaum, auf dem Grundstück der Firma MehrTec von Udo Adriany. Wir sind unserem neuen Gastgeber unfassbar dankbar für diese spontane Möglichkeit. In Sachen Geländesuche war es für uns bereits 5 vor 12. Das ist gerade nochmal gut gegangen.
Im neuen Camp wurden Gräben gezogen, Abwasserrohre verlegt und wieder mit Sand verschlossen.
Zudem haben wir noch unfassbare 380 Tonnen Schotter angeliefert bekommen, welche sofort verteilt wurden. Nie wieder Schlammschlacht im Camp war unsere Devise.
In einem harten Endspurt des Jahres ziehen wir mit dem Camp aus Rupperrath nach Wiesbaum um.
Mit einer Punktlandung am 23.12.2023 verabschieden wir uns alle erschöpft, aber zufrieden in unsere vierwöchige Winterpause, um am 26.01.2023 erholt weiter zu rocken.
Nach unserer 4-wöchigen Winterpause legen wir wieder los und bereiten unser Camp 3.0 für den offiziellen Start am 2. Februar vor!
Die nächsten Tage und Wochen widmen wir uns Vollzeit dem Aufbau des neuen Camps.
An unserem ersten Arbeitstag haben wir schonmal das Malteser-Zelt aufgebaut, das Rundbogenzelt angefangen aufzubauen, Strom und Internet verlegt und unsere neue Küche für den Transport auseinander gebaut.
Unser Camp 3.0 steht und ist nach zwei Umzügen, mittlerweile unser drittes Camp, welches wir benötigen, um freiwillig Helfende zu koordinieren und dadurch den Betroffenen der Flutkatastrophe zu helfen.
An diesem Hochwasserhilfetag packten wir mit über 70 Helfende auf 4 Baustellen in Dernau, Erftstadt-Blessem, Gemünd und Schuld kräftig an.
Im Anschluss haben wir gemeinsam mit allen „700 Tage Hochwasserhilfe“ gefeiert und boten überschüssige Materialien und Ausrüstung in einem „Abverkauf“ an.
Unsere Wünsch dir was Aktion geht weiter! Und wir haben mittlerweile schon 140 Wünsche erfüllt.
Dank der Finanzierung durch Help e.V.! Sie stellen uns rund 230.000 € zur Verfügung, um weitere Wünsche der Betroffenen im Flutgebiet zu erfüllen!
Am 04.08.2023 wurden große Teile Sloweniens durch extreme Regenfälle überschwemmt – eine Naturkatastrophe, die das Land bis dato noch nicht kannte.
Darauf sind wir mit einem Team für 2 Wochen nach Slowenien gefahren, um Hochwasserhilfe zu leisten.
Nach 1065 Tagen in denen wir, mit tausenden Helfenden auf über 471 Baustellen, vielen Flutbetroffenen unter die Arme greifen konnten, beenden wir nun die Hochwasserhilfe und leider auch die DZN Hilfsorganisation.
Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, sie hat aber gute Gründe. Mehr dazu findest du auf der folgenden Seite.